Beim NATO-Gipfel in Ankara haben die Mitgliedsländer der Ukraine für das kommende Jahr Militärhilfe in Höhe von rund 70 Milliarden Euro zugesagt.

Was ist passiert? Beim NATO-Gipfel in der türkischen Hauptstadt Ankara haben sich die Staatschefs der Bündnisstaaten getroffen. Sie haben in einer gemeinsamen Erklärung festgelegt, dass die Ukraine auch im Jahr 2027 mindestens so viel Geld für ihre Verteidigung bekommen soll wie in diesem Jahr – nämlich ungefähr 70 Milliarden Euro. Mit dem Geld sollen unter anderem Waffen, Ausrüstung und die Ausbildung von Soldaten bezahlt werden. Außerdem haben mehrere Länder neue Verträge unterschrieben, um gemeinsam mit der Ukraine Drohnen zu bauen. US-Präsident Donald Trump hat zudem erlaubt, dass die Ukraine Patriot-Raketen herstellt. Das sind Flugabwehrraketen, die feindliche Raketen und Flugzeuge abfangen können.

Wer hilft? Die NATO-Staaten haben erklärt, dass sie als Bündnis zusammenhalten. In der Erklärung steht: "Ein Angriff auf einen ist ein Angriff auf alle". Das bedeutet, dass ein Angriff auf ein Mitgliedsland so behandelt wird, als wäre das gesamte Bündnis angegriffen worden. Auch die Europäer und Kanada wollen mehr Verantwortung für die Sicherheit in Europa übernehmen. Gleichzeitig warnen Forschende davor, dass ein russisches Netzwerk versucht, in EU-Ländern Sabotageakte zu organisieren – zum Beispiel Brände an Autos mit ukrainischen Kennzeichen oder an militärischer Ausrüstung.