Die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) startet eine neue Bildungsoffensive, damit junge Menschen radikale Prediger im Internet besser erkennen und widersprechen können.

Was ist passiert? Die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) hat am Donnerstag eine neue Bildungsoffensive angekündigt. Sie richtet sich gegen den sogenannten "politischen Islam" im Internet. Damit meint die Organisation extreme Strömungen, die Jugendliche auf Plattformen wie TikTok mit einfachen Antworten beeinflussen wollen. Die MJÖ sagt: "Extremistische Akteure sprechen Jugendliche gezielt über Social Media und verstärkt durch Algorithmen an. Sie geben einfache theologische Antworten auf komplexe Fragen: demokratiefeindlich, frauenverachtend und mit absolutem Wahrheitsanspruch." Die Initiative wird am Montag bei einer Pressekonferenz zum 30. Geburtstag der MJÖ vorgestellt.

Wer hilft? Die MJÖ bildet ehrenamtliche Jugendleiterinnen und -leiter aus, die dann selbst Workshops geben können. Außerdem erscheinen wissenschaftlich fundierte Texte, die Antworten auf radikale religiöse Argumente liefern. Unterstützung bekommt die MJÖ von Wolfgang Sobotka, dem früheren Präsidenten des Nationalrats und früheren Innenminister (ÖVP). Er hat sich in den letzten Jahren stark gegen Antisemitismus eingesetzt.