Ein Mann, der für US-Präsident Donald Trump den Teleprompter bedient, soll mit Wissen aus Reden Geld auf einer Wettplattform gemacht haben. Jetzt ermittelt die US-Finanzaufsicht.
Was ist passiert? Gabriel Perez arbeitet seit Jahren für US-Präsident Donald Trump. Er bedient den Teleprompter, also das Gerät, auf dem die vorbereitete Rede läuft. Nun steht er unter Verdacht, diese vorbereiteten Reden gelesen und damit gewettet zu haben. Auf der Plattform Kalshi kann man Geld darauf setzen, ob ein Politiker bei einer Rede bestimmte Wörter sagt. Solche Wetten heißen "Mention Markets". Perez soll so mehr als 90.000 US-Dollar, also etwa 78.000 Euro, verdient haben. Das Weiße Haus hat ihn vom Dienst suspendiert, also vorläufig freigestellt. Die Finanzaufsicht CFTC ermittelt jetzt, ob er gegen Regeln verstoßen hat.
Wer hilft? Die Plattform Kalshi hat ein eigenes Überwachungsteam. Dieses Team hat bemerkt, dass Perez ungewöhnlich oft und geschickt wettete, und hat den Fall sofort an die CFTC gemeldet. Außerdem hat Kalshi rund 90.000 Dollar des Gewinns eingefroren, damit Perez das Geld nicht einfach auszahlen kann. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, hat gesagt, dass im Weißen Haus strikte Regeln gegen solche Geschäfte gelten. So zeigt sich: Auch große Regierungen reagieren, wenn jemand mit Insiderwissen handelt.
