US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Kontrolle über die Straße von Hormus zu übernehmen und eine Gebühr von 20 Prozent auf alle Frachten zu erheben, die durch die Meerenge fahren.
Was ist passiert? Die Straße von Hormus ist eine schmale Meerenge zwischen dem Iran und der arabischen Halbinsel. Vor dem Krieg Ende Februar floss etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls durch diesen Seeweg. Trump will jetzt, dass die USA dort eine Art Maut kassieren: 20 Prozent vom Wert der Fracht, also der Waren auf den Schiffen. Das hat er auf seiner eigenen Plattform Truth Social geschrieben. Er sagt, damit sollen die USA für die "Sicherheit in diesem volatilen Teil der Welt" entschädigt werden. Der Iran hat klar widersprochen: Außenminister Abbas Araghtschi schrieb auf X, "20 Prozent sind natürlich zu viel. Wir werden fair sein."
Wer hilft, damit es nicht eskaliert? Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO), eine Organisation der Vereinten Nationen, sagt, dass die Durchfahrt nach dem Völkerrecht frei bleiben muss. Auch der Verband Deutscher Reeder (VDR) warnt, eine solche Maut sei rechtlich nicht erlaubt. In Deutschland stecken nach Angaben des VDR rund 20 Schiffe in der Region fest, die nicht weiterkommen. Diplomatinnen und Diplomaten versuchen, hinter den Kulissen zu vermitteln, damit die Meerenge offen bleibt und der Ölpreis sich wieder beruhigt.
