Der Präsident des Fußball-Weltverbands FIFA, Gianni Infantino, ist bei der WM 2026 so viel im Privatjet geflogen wie noch nie – und das sorgt für Kritik.

Bei der Fußball-WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada hat FIFA-Präsident Gianni Infantino laut dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel mehr als 93.524 Kilometer im Privatjet zurückgelegt. Das ist mehr als zweimal um die ganze Erde – und das nur, um zwischen den Spielen hin- und herzufliegen. In diese Zahl noch nicht eingerechnet sind zwei Extra-Flüge nach Doha, weil er nach dem Tod des früheren Emirs von Katar, Hamad bin Chalifa Al Thani, kondolieren wollte. Der Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt sagt dazu: „So etwas hat es in dieser Form noch nicht gegeben“.

Viele Menschen finden das problematisch. Denn Fliegen, vor allem mit großen Privatjets, erzeugt sehr viel CO₂ – ein Gas, das die Erde erwärmt. Nach den Berechnungen des Spiegel hat Infantinos Jet allein bei dieser WM rund 813 Tonnen CO₂ in die Luft geblasen. Umweltorganisationen sagen schon seit Jahren, dass große Sportevents wie Weltmeisterschaften viel zu klimaschädlich sind. Auch andere Reiche und Prominente fliegen in solchen Zeiten vermehrt mit Privatjets – ein Datenanbieter hatte für die WM schon vor dem Start rund 73.200 zusätzliche Privatflüge vorausgesagt.