Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat in Düsseldorf erzählt, wie sehr sie im Internet und anderswo angefeindet wird – und warum sie sich davon nicht unterkriegen lassen will.

Bärbel Bas ist eine der bekanntesten Politikerinnen Deutschlands. Bei einer Veranstaltung in Düsseldorf hat sie offen darüber gesprochen, was sie gerade erlebt. Ihre Partei, die SPD, steht in Umfragen schlecht da. Viele Menschen sind wütend auf die Regierung. Bas bekommt diesen Ärger direkt zu spüren – auch in Form von sehr heftigen, persönlichen Angriffen. Sie sagte, sie sei für manche ein 'personifiziertes Feindbild' geworden. Die Nachrichten, die sie bekommt, gehen bis hin zu Gewaltfantasien. Das ist schwer auszuhalten, und sie fragt sich manchmal: 'Wie lange hält man das aus?'

Trotz allem gibt Bas nicht auf. Sie hat sich vorgenommen, sich nicht zurückzuziehen. 'Den Gefallen tue ich denen nicht', sagte sie. Sie will den Menschen, die sie angreifen, nicht die Genugtuung geben, dass sie aufhört. Stattdessen ruft sie andere Demokratinnen und Demokraten dazu auf, ebenfalls stark zu bleiben und den Populisten nicht das Feld zu überlassen. Auch mit Kanzler Friedrich Merz hat sie ein gutes Arbeitsverhältnis. Nach einem Streit haben sich die beiden mit einem 'Versöhnungssalat mit zwei Bier' wieder vertragen. Das zeigt: Auch in der Politik kann man Konflikte lösen.