Ein Österreicher soll 260 Euro für einen Kratzer zahlen, den er gar nicht gemacht hat – mithilfe der Arbeiterkammer bekommt er sein Geld zurück.

Stell dir vor, du gibst ein Mietauto nach dem Urlaub ab und ein paar Tage später kommt eine Rechnung: 260 Euro, weil angeblich ein Kratzer am Auto ist. Genau das ist einem Mann aus dem Burgenland passiert. Er hatte das Auto nur fünf Tage lang gemietet. Die Firma behauptete, er habe einen Kratzer verursacht – aber er konnte nachweisen, dass das nicht stimmte.

Die Autovermietung wollte trotzdem Geld sehen und hat sich hinter ihren AGB versteckt. Das sind die allgemeinen Geschäftsbedingungen, also die Regeln, mit denen man beim Mieten automatisch einverstanden ist. Der Mann hat sich dann an die Arbeiterkammer (AK) gewandt. Das ist eine Beratungsstelle, die Verbraucher in Österreich unterstützt – und die Mitgliedschaft zahlt man meistens über den Arbeitgeber.

Die AK hat sich den Fall angeschaut und ist für den Mann eingestiegen. Danach hat die Autovermietung die 260 Euro komplett zurückgenommen. Die AK sagt: Solche Beschwerden kommen gerade immer öfter – nicht nur im Ausland, sondern auch in Österreich.

Die Probleme sind oft ähnlich: Es werden Kratzer verrechnet, die es gar nicht gibt, doppelt Versicherungen verkauft oder hohe Gebühren für Fahrten ins Ausland verlangt, die vorher nirgends stehen. Auch bei angeblichen Tempoverstößen sollen Leute zahlen, ohne Beweis zu sehen.