In Vorarlberg sind im Juni 2026 mehr Menschen ohne Job als noch vor einem Jahr, und das AMS will mit neuen Programmen vor allem ältere Arbeitnehmer unterstützen.

Im Juni 2026 waren in Vorarlberg insgesamt 10.785 Menschen arbeitslos. Das sind 4,9 Prozent mehr als im Juni 2025. AMS-Chef Bernhard Bereuter sagt, dass die Arbeitslosigkeit vor allem bei Menschen über 55 Jahren steigt. Bei den Jüngeren unter 25 Jahren ist die Zahl der Arbeitslosen dagegen um 2,5 Prozent gesunken.

Das AMS – das ist das Arbeitsmarktservice, also die Behörde, die in Österreich Jobs vermittelt – reagiert mit zwei Programmen. Eines heißt „Impulsberatung", das andere „Aktion 55+". Bei der „Aktion 55+" bekommen Unternehmen Geld vom Staat, wenn sie jemanden einstellen, der älter als 55 ist. So sollen Firmen ermutigt werden, ältere Bewerberinnen und Bewerber eine Chance zu geben.

Gute Nachrichten gibt es für junge Leute, die eine Lehre machen wollen: Es gibt in Vorarlberg 940 freie Lehrstellen – das sind 26,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders gesucht werden Fachkräfte am Bau, dort gibt es 19,9 Prozent mehr offene Stellen. Weniger Jobs werden aktuell im Gesundheitswesen und in der Metall- und Elektrobranche gemeldet.