Eine große Hilfsorganisation will, dass Menschen nach einem Einbruch in Berlin besser versorgt werden – und hat die Parteien dazu befragt.
Was ist passiert? Der Weiße Ring, eine Organisation, die sich um Opfer von Straftaten kümmert, hat die Parteien in Berlin angeschrieben. Der Grund: In Berlin wurden im letzten Jahr ungefähr 10.600 Wohnungseinbrüche gezählt – ein Viertel mehr als im Jahr davor. Ein Einbruch ist für viele Betroffene ein Schock, hinterher fühlen sie sich oft unsicher und ängstlich. Laut dem Berliner Landesvorsitzenden Rolf Schmachtenberg leiden Betroffene "häufig schwer" unter solchen Erlebnissen. Der Weiße Ring möchte deshalb, dass Einbruchsopfer in Berlin genauso behandelt werden wie Opfer von Gewaltverbrechen.
Wer hilft? In Berlin gibt es schon Anlaufstellen für Opfer, zum Beispiel Traumaambulanzen. Das sind Einrichtungen, in denen geschulte Fachleute Menschen nach schlimmen Erlebnissen psychologisch unterstützen. Das Land Berlin übernimmt die Kosten für die ersten Stunden. Außerdem hat der Weiße Ring etwa 1.800 Mitglieder in Berlin, von denen rund 140 ehrenamtlich als Opferhelferinnen und Opferhelfer arbeiten. Sie hören zu, beraten und helfen auch finanziell. Im vergangenen Jahr haben sie in Berlin 1.664 Opfer betreut.
