Bundeskanzler Merz und der Präsident von Aserbaidschan haben sich in Berlin getroffen und über mehr Gaslieferungen nach Deutschland gesprochen.
Seit Anfang des Jahres kommt Gas aus Aserbaidschan nach Deutschland, ungefähr 1,5 Milliarden Kubikmeter im Jahr. Das klingt erstmal viel, deckt aber nur einen kleinen Teil des deutschen Bedarfs. Beim Treffen im Kanzleramt ging es deshalb darum, ob und wie diese Menge wachsen kann. Merz nannte Aserbaidschan ein „interessantes Partnerland“ für die Energieversorgung. „Seitdem wir vor viereinhalb Jahren die Gaslieferungen aus Russland gestoppt haben, suchen wir natürlich nach neuen Bezugsquellen – und hier spielt Aserbaidschan eine wichtige Rolle“, sagte er.
Warum sucht Deutschland überhaupt neue Gasquellen? Seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine will Deutschland unabhängig von Öl und Gas aus Russland werden. Deshalb werden Lieferanten aus anderen Ländern wichtiger. Aserbaidschan hat laut Merz einen Energie-Überschuss, also mehr Rohstoffe, als es selbst braucht, und kann deshalb exportieren.
