Deutschland und Algerien wollen zusammen mit Italien eine große Pipeline bauen, die sauberen Wasserstoff von Nordafrika nach Europa bringt.
Stell dir vor, du könntest saubere Energie einfach durch eine riesige Pipeline von einem anderen Kontinent zu dir nach Hause holen. Genau das planen Deutschland, Algerien und Italien gerade. Bundeskanzler Friedrich Merz und der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune haben sich am Donnerstag in Berlin getroffen und über den Bau einer Wasserstoff-Pipeline gesprochen.
Wasserstoff ist eine besondere Form von Energie. Wenn man ihn mit Strom aus Sonne oder Wind herstellt, nennt man ihn "grünen" Wasserstoff. Er verbrennt fast ohne CO2 und gilt deshalb als wichtiger Baustein gegen den Klimawandel. Bisher wird Wasserstoff meistens mit viel Energieaufwand verflüssigt und mit Schiffen transportiert. Eine Pipeline wäre direkter und günstiger.
Die geplante Leitung soll Algerien und Tunesien in Nordafrika mit Italien, Österreich und Deutschland verbinden. Dafür muss allerdings erst ein bestehender Korridor um- und ausgebaut werden. Wie lange das dauert und was es genau kostet, ist noch offen.
