Die Polizei hat 2025 in Deutschland so viele Fälle von sexueller Gewalt gegen Kinder registriert wie seit Jahren nicht mehr, und das BKA hat die neuen Zahlen in Berlin vorgestellt.

Was ist passiert? Das Bundeskriminalamt (BKA) hat am Dienstag in Berlin das neue Bundeslagebild zu Sexualdelikten an Kindern und Jugendlichen für das Jahr 2025 vorgestellt. Dabei geht es um Verbrechen, bei denen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren betroffen sind. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sagte, die Zahlen seien "erschreckend hoch". Insgesamt hat die Polizei 17.126 Fälle von sexueller Gewalt gegen Kinder registriert - 772 mehr als im Jahr davor und rund 1.600 mehr als 2021. Die meisten Opfer waren Mädchen im Alter zwischen sechs und 13 Jahren.

Besonders stark gestiegen sind Fälle, bei denen Fotos oder Videos mit sexualisierten Inhalten von Jugendlichen im Internet verbreitet wurden: Hier gab es ein Plus von fast 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein Grund ist laut BKA, dass viele dieser Taten ohne direkten Körperkontakt im Netz passieren, sogenannte "Hands-Off-Straftaten". Oft teilen junge Leute intime Bilder über Messenger und vergessen, dass sie nicht mehr verschwinden, wenn sie einmal verschickt sind.