Der 17-jährige Max Steinbrenner aus Kärnten hat in Krakau den Junioren-Weltmeistertitel im Slalom gewonnen.
Stell dir vor: Du paddelst mit deinem Kajak durch tosende Schwälle, jede Berührung einer Stange kostet Zeit, und am Ende zählt nur eine Sache — wer als Erster durchs Ziel geht. Genau das hat Max Steinbrenner am Freitag in Krakau geschafft. Er ist erst 17 Jahre alt, kommt aus Kärnten und holte sich mit einem Vorsprung von 1,32 Sekunden die Goldmedaille im Slalom. Das bedeutet: Er war im Finale deutlich schneller als alle anderen.
Im Slalom geht es darum, mit dem Boot durch Tore zu fahren, die in einem Wildwasser-Bach hängen. Grün und Weiß sind die Farben, die du treffen musst, Rot musst du auslassen. Wer oft grüne Tore trifft und keine Stange berührt, sammelt keine Strafsekunden. Max hat das über beide Läufe extrem sauber gemacht, deshalb reichte es am Ende ganz oben auf das Podest. Zweiter wurde der Franzose Leo Roye, der Silber bekam.
Max ist nicht nur Slalom gefahren, sondern hat in Krakau auch im Kayak Cross angetreten. Das ist eine jüngere Disziplin, bei der vier Fahrer gleichzeitig starten, Hindernissen ausweichen und am Ende in ein Becken springen. Dort wurde er am Ende Vierter und verpasste das Podium nur knapp. Trotzdem zeigt das, dass er in vielen Bereichen des modernen Kanu-Slaloms mithalten kann.
Vor neun Jahren, im Jahr 2017, hatte mit Felix Oschmautz schon einmal ein Österreicher den Junioren-Weltmeistertitel im Slalom geholt. Max setzt diese Linie jetzt fort und zeigt, dass Österreich im Nachwuchsbereich des Slalom-Sports weiterhin stark aufgestellt ist. Für ihn selbst ist die Goldmedaille der bisher größte Erfolg seiner Karriere und ein starkes Signal nach oben.
