Vor der Fußball-WM 2030 in Marokko gibt es schwere Vorwürfe: Tierschutzorganisationen sagen, dass viele Straßenhunde getötet werden.

Was ist passiert? Tierschutzorganisationen berichten, dass in Marokko in den letzten Monaten viele Straßenhunde getötet wurden. Das geschah Berichten zufolge unter anderem in Marrakesch, Casablanca, Agadir und Ifrane. Die Tierschutzorganisation Peta spricht von einem "massenhaften Abschlachten". Eine Recherche hat zudem ergeben, dass eine Stadt 1000 Schuss Munition bestellt hat, um Straßenhunde zu erschießen. CNN hat nach eigenen Angaben Videos von solchen Tötungen überprüft. Die marokkanische Regierung sagt, dass es solche Tötungen nicht gibt und dass die Maßnahmen nichts mit der WM zu tun haben.

Wer hilft? Es gibt mehrere Stellen, die sich für die Hunde einsetzen. Die IAWPC ist ein Bündnis von rund 80 Tierschutzorganisationen, die die Vorwürfe dokumentieren. Die FIFA sagt, dass Tierschutz eine "wichtige Angelegenheit" ist und arbeitet mit dem marokkanischen Fußballverband und der IAWPC zusammen. Außerdem gibt es seit Kurzem ein neues Gesetz in Marokko, das Strafen vorsieht, wenn Tiere getötet oder misshandelt werden: bis zu sechs Monate Haft oder bis zu 1800 Euro Bußgeld. Auch das Innenministerium hat ein Programm, bei dem Hunde eingefangen, kastriert, geimpft und wieder freigelassen werden.