Ein Gericht in Oslo hat entschieden, dass Marius Borg Høiby, der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, die nächsten Wochen zu Hause mit einer Fußfessel verbringen darf, statt im Gefängnis zu bleiben.
Was ist passiert? Marius Borg Høiby ist 29 Jahre alt und wurde im Juni zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil ist aber noch nicht endgültig, weil er und die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt haben. Weil er auf das neue Verfahren wartet, war er bisher in Untersuchungshaft. Jetzt hat ein Gericht in Oslo gesagt: Er darf diese Zeit mit einer elektronischen Fußfessel zu Hause verbringen. Die Fußfessel ist ein Gerät am Knöchel, das seinen Aufenthaltsort jederzeit misst und meldet.
Wer hilft? Sein Anwalt Petar Sekulic hat sich vor dem Gericht für seinen Mandanten eingesetzt. Er sagte nach der Entscheidung: „Das ist eine Option, mit der er in den nächsten Wochen leben kann, und dann werden wir sehen, was danach passiert." Das bedeutet: Der Anwalt akzeptiert die Entscheidung und bereitet sich gleichzeitig darauf vor, was als Nächstes kommt. Auch das Gericht hat eine Lösung gefunden, die beiden Seiten gerecht wird: Høiby bekommt etwas mehr Freiheit, aber das Gericht behält die Kontrolle über ihn.
