Das Biotech-Unternehmen Marinomed aus Korneuburg will erneut ein gerichtliches Sanierungsverfahren beantragen, weil ein alter Sanierungsplan nicht eingehalten werden konnte.
Was ist passiert? Marinomed ist ein Biotech-Unternehmen aus Korneuburg in Niederösterreich und seit 2019 an der Wiener Börse gelistet. Das Unternehmen hat mitgeteilt, dass es ein neues Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragen will. Der Grund: Ein Sanierungsplan vom November 2024 konnte nicht erfüllt werden, weil ein Geschäftspartner namens Unither Pharmaceuticals Verhandlungen abgebrochen hat und Zahlungen aus dem Verkauf des Carragelose-Geschäfts ausgeblieben sind. Bereits 2024 musste sich Marinomed einmal einem Sanierungsverfahren stellen, das im Jänner 2025 endete.
Wer hilft? Marinomed will mit einem neuen Sanierungsplan und weiteren Restrukturierungsmaßnahmen die finanzielle Stabilität sichern. Das Unternehmen will außerdem die rechtlichen Möglichkeiten gegenüber Unither Pharmaceuticals prüfen und die Marinosolv-Plattform nutzen, eine eigene Technologie zur besseren Löslichkeit von Wirkstoffen. Ein gerichtlich bestellter Sanierungsverwalter wird den Prozess begleiten und mit den Gläubigern einen neuen Plan aushandeln.
