Eine 24-jährige Polin steht überraschend im Endspiel von Roland Garros und spielt um viel Geld.

Stell dir vor, du fährst ohne Sponsor zu einem großen Turnier und weißt nicht, wie du die ganze Zeit das Hotel bezahlen sollst. Genau so ging es Maja Chwalinska, als sie vor etwa drei Wochen nach Paris kam. Damals stand sie auf Platz 114 der Weltrangliste. Mit Siegen gegen Maria Sakkari aus Griechenland und Diana Schnaider aus Russland kämpfte sie sich bis ins Finale vor. Damit ist sie erst die zweite Spielerin überhaupt, die als Qualifierin – also ohne direkte Setzung – in ein Grand-Slam-Finale eingezogen ist.

Nach ihrem Achtelfinalsieg hätte Chwalinska für eine weitere Woche in Paris ein neues, teures Hotelzimmer buchen müssen. Ein polnischer Sponsor erfuhr davon und übernahm die Kosten. Chwalinska sagte dazu, sie sei „sehr dankbar“ und wolle sich jetzt nur auf Tennis konzentrieren: „Ansonsten konzentriere ich mich voll und ganz auf Tennis, und alles Weitere ergibt sich nach dem Turnier.“