Zum ersten Mal seit drei Jahren steht bei den French Open wieder ein Frauen-Match im besten Sendeplatz am Abend an.

Stell dir vor: 15.000 Fans, Flutlicht, der größte Tennisplatz von Paris – und mittendrin zwei der besten Spielerinnen der Welt. Genau das passiert heute Abend, wenn Aryna Sabalenka, die aktuelle Nummer eins, auf Naomi Osaka trifft. Osaka hat schon vier Grand-Slam-Turniere gewonnen und ist für ihre lockere Art bekannt.

In den letzten Jahren durften nur Männer in dieser besonderen „Night-Session“ spielen. Der Grund: Herren-Matches dauern oft länger, weil sie maximal fünf Sätze spielen, Frauen dagegen maximal drei. Die Organisatoren hatten Sorge, dass ein Damen-Match zu kurz sein könnte für die teuren Tickets, die bis zu 280 Euro kosten.

Doch viele Leute fanden das unfair. Der frühere Tennis-Star Boris Becker sagte im Fernsehen: „müssen auch mal die Damen abends ran, egal wie lang das Match ist.“ Die Chefin des Turniers, Amélie Mauresmo, erklärte, dass es nie um die Fähigkeiten der Frauen ging. Sie findet einfach, dass die Zuschauer ein langes Match verdient haben.