Auf der Internationalen Raumstation ISS sind kleine Luftlecks schlimmer geworden, deshalb durften fünf Astronauten am Freitag für etwa zwei Stunden in ihr angedocktes SpaceX-Raumschiff umziehen.

Was ist passiert? Die NASA hat am Freitagmorgen alle Astronauten auf der ISS gebeten, vorsichtshalber in das angedockte Crew-Dragon-Raumschiff von SpaceX zu gehen. Der Grund: Im russischen Teil der Station, dem Zvezda-Modul, trat mehr Luft aus als sonst – statt rund 450 Gramm pro Tag waren es plötzlich doppelt so viel, also etwa 900 Gramm. Nach ungefähr zwei Stunden sagte die NASA: Es ist okay, ihr könnt wieder zurück in die Station. Roscosmos, die russische Weltraumbehörde, erklärte, die Besatzung sei nicht in Gefahr und der Druck an Bord sei stabil.

Wer hilft? Die Bodenteams in Houston und bei Roscosmos in Russland arbeiten eng zusammen. Zwei Kosmonauten, Sergei Kud-Sverchkov und Sergei Mikayev, sollen die Lecks reparieren. Die Astronautin Sophie Adenot aus Frankreich war eine der fünf Personen, die ins Crew Dragon umgezogen sind. Bevor sie in der Crew Dragon saßen, hatte die NASA-Crew im Kontrollzentrum alles genau geprüft und die Entscheidung getroffen, dass das Raumschiff der sicherste Ort ist. Im Notfall hätte es die Astronauten innerhalb weniger Stunden zurück zur Erde bringen können.