Der Schriftsteller Fiston Mwanza Mujila bekommt den Erich-Fried-Preis 2026, weil er in mehreren Sprachen schreibt und spannende Geschichten erzählt.

Fiston Mwanza Mujila kommt aus dem Kongo und lebt heute in Österreich, in der Stadt Graz. Dort unterrichtet er an der Universität. Er schreibt Gedichte, Romane und Theaterstücke – und das gleich in sechs Sprachen. Am Dienstag hat die Jury bekannt gegeben, dass er den Erich-Fried-Preis 2026 bekommt. Dieser Preis ist nach dem bekannten Dichter Erich Fried benannt und wird seit dem Jahr 1990 verliehen.

Eine einzige Person hat entschieden, wer den Preis bekommt: die deutsche Schriftstellerin Daniela Seel. Sie findet Mujilas Werke besonders stark, weil sie sich mit großen Fragen des Lebens beschäftigen – mit Hoffnung, Liebe, Träumen, aber auch mit Gewalt und Geschichte. Bei der Preisverleihung im November in Wien wird sie eine Laudatio halten, das ist eine feierliche Rede über den Preisträger.

Auch der österreichische Kulturminister Andreas Babler hat gratuliert. Er sagt, Mujila zeigt, wie Literatur Grenzen zwischen Ländern und Sprachen überwinden kann. Mujila hat schon mehrere Bücher veröffentlicht, zum Beispiel den Roman "Tram 83" und den Gedichtband "Kasala für meinen Kaku". Außerdem wird er in der nächsten Spielzeit an der Deutschen Oper Berlin als Poet in Residence arbeiten – also als Dichter, der ein Jahr lang mit dem Opernhaus zusammen kreativ ist.