In der Hauptstadt Tripolis haben sich rivalisierende Gruppen in Libyen auf einen Plan geeinigt, innerhalb von zwei Jahren Wahlen im ganzen Land abzuhalten.
Libyen ist seit vielen Jahren zwischen verschiedenen politischen Lagern gespalten. Im Osten und im Westen des Landes gibt es rivalisierende Regierungen, die beide Anspruch auf die Macht erheben. Deshalb war es in den letzten Jahren kaum möglich, eine Wahl abzuhalten, die das ganze Land umfasst. Die UN-Mission in Libyen versucht seit längerem, zwischen den Seiten zu vermitteln, und hat diese neue Vereinbarung ausdrücklich begrüßt.
Die UN-Mission sagte, die Einigung sei ein „wichtiger Schritt zur Förderung des politischen Prozesses in Libyen und zur Schaffung der Voraussetzungen für nationale Wahlen". Das bedeutet: Alle Seiten haben sich darauf verständigt, einen gemeinsamen Weg zu suchen, statt weiter gegeneinander zu arbeiten. Das ist ein deutliches Zeichen für Entspannung, auch wenn noch nicht alle Details festgelegt sind.
