In der Hauptstadt von Niger haben Soldaten einen Umsturzversuch gestartet – die Regierung konnte ihn aber schnell stoppen, auch mit Hilfe von Russland.

In Niamey, der Hauptstadt von Niger, hat eine Gruppe von Soldaten versucht, die Macht an sich zu reißen. Die Allianz der Sahelstaaten – ein Zusammenschluss aus Niger, Mali und Burkina Faso – erklärte, das Militär sei „Opfer eines Verrats durch eine Gruppe von Soldaten geworden, die an einem Unternehmen zur Destabilisierung beteiligt waren". Nach wenigen Stunden war der Vorfall vorbei, die Regierung hatte die Lage wieder unter Kontrolle.

Russland hat dabei geholfen: Das russische Afrika-Korps ist eine militärische Gruppe, die in mehreren afrikanischen Ländern als Sicherheitspartner auftritt. Der russische Botschafter in Niger, Viktor Woropajew, sagte der Nachrichtenagentur Tass, das nigrische Militär habe sich für diese Unterstützung bedankt. Damit zeigt sich: Zwischen der Regierung in Niamey und Russland gibt es inzwischen eine enge Zusammenarbeit – anders als früher mit Ländern wie Frankreich, die ihre Soldaten aus der Region abgezogen haben.