Bei Drohnenangriffen in der Ukraine sterben und verletzen sich weiterhin Menschen – die ukrainische Regierung zieht jetzt Konsequenzen.

Bei russischen Drohnenangriffen auf ukrainische Städte sterben und verletzen sich Menschen, vor allem wenn Ziele in der Nähe von Wohnhäusern getroffen werden. Schon im Juli traf eine Drohne einen Ort namens Wyschnewe in der Nähe der Hauptstadt Kiew. Dort hatte ein staatliches Unternehmen explosive Stoffe gelagert – und das obwohl es strenge Regeln dafür gibt, wie nah solche Stoffe an Wohnhäusern sein dürfen. Durch den Treffer wurde die Lage für die Menschen vor Ort noch schlimmer. Das kritisiert jetzt der ukrainische Ministerpräsident Serhij Korezky ganz offen. Er sagt: Solche Fehler dürfen sich nicht wiederholen.

In der Ukraine arbeiten Rettungskräfte, Feuerwehr, Polizei und freiwillige Helferinnen und Helfer unter großem Druck daran, Menschen nach Angriffen zu versorgen. Die Regierung hat angekündigt, die Sicherheitsregeln für die Lagerung gefährlicher Stoffe strenger zu kontrollieren und Verstöße zu verfolgen. Gleichzeitig suchen die ukrainische Luftabwehr und internationale Partner nach Wegen, Drohnen und Raketen schneller abzufangen, bevor sie Wohngebiete erreichen. In Berlin denkt das Verteidigungsministerium darüber nach, welche Waffen und Systeme die Ukraine statt der nicht mehr gelieferten „Tomahawk"-Marschflugkörper bekommen kann, um besser geschützt zu sein.