Der Präsident des Libanon, Joseph Aoun, ist nach Washington gereist, um US-Präsident Donald Trump zu treffen – es geht um Druck auf Israel und um die Zukunft der Hisbollah.

Was ist passiert? Libanon, Israel und die USA haben sich vor Kurzem auf einen Sicherheitsplan geeinigt. In drei Pilotzonen im Süden des Libanon soll zuerst die israelische Armee abziehen, dann die libanesische Armee einrücken und die Kontrolle übernehmen. Gleichzeitig soll die Hisbollah – eine bewaffnete Miliz im Libanon – dort zurückgedrängt werden. Präsident Aoun will von Trump, dass die USA Israel zu einem vollständigen Rückzug bewegen. Die Hisbollah weigert sich bisher, ihre Waffen abzugeben.

Wer hilft? In Washington arbeiten US-Diplomaten seit Monaten daran, zwischen den Parteien zu vermitteln. Sie unterstützen im Libanon vor allem Präsident Aoun und Premierminister Nawaf Salam. Auch die libanesische Armee spielt eine zentrale Rolle: Sie hat bereits damit begonnen, in den Pilotzonen zu zeigen, dass sie dort die Sicherheit übernehmen kann. Expertinnen wie Anwar Mhajne von der Harvard University und Dan Arbell von der American University in Washington erklären, wie schwierig eine Entwaffnung der Hisbollah wäre, weil sie über Jahre Teil des Staates geworden sei.