Die SPÖ-Lehrergewerkschaft will, dass Lehrerinnen und Lehrer in Österreich besser auf den Schulalltag vorbereitet werden.

Die SPÖ-Lehrergewerkschaft SLÖ hat gesagt: Die Ausbildung für Lehrerinnen und Lehrer muss sich stark verändern. Der Chef der Gewerkschaft, Thomas Bulant, will, dass jede Hochschule genau das lehrt, was sie am besten kann. So sollen angehende Lehrkräfte besser vorbereitet in die Schule starten.

Gerade am Anfang im Job fühlen sich viele junge Lehrer unsicher. Eine große Umfrage der OECD aus dem Jahr 2024 zeigt: Nur 42 Prozent der frisch ausgebildeten Lehrkräfte an Mittelschulen und Unterstufen fühlen sich nach dem Studium wirklich bereit für den Unterricht. Bulant findet, dass Themen wie der Umgang mit schwierigen Situationen im Klassenzimmer, das Sprechen mit Eltern und das Erkennen von Lernproblemen Pflichtthemen in der Ausbildung sein müssen.

Die Regierung plant einige Änderungen: Ab Herbst wird das Lehramtsstudium für die Sekundarstufe von sechs auf fünf Jahre verkürzt. Für Volksschullehrerinnen und Volksschullehrer gibt es seit diesem Studienjahr neue Pläne, die mehr Wert auf Vielfalt, Inklusion und Elternarbeit legen. Außerdem sollen Universitäten und Pädagogische Hochschulen enger zusammenarbeiten. Bis Anfang 2027 wollen Fachleute Modelle für die neue Ausbildung entwickeln.