Sachsen bewirbt sich mit der Lausitz um ein riesiges unterirdisches Observatorium, das Gravitationswellen aus dem All erfassen soll – und die anderen ostdeutschen Länder unterstützen die Bewerbung.
Stell dir ein riesiges Observatorium vor, das unter der Erde in Form eines gleichseitigen Dreiecks gebaut wird. Genau das ist das Einstein-Teleskop: ein europäisches Großforschungsprojekt, mit dem Forscher Gravitationswellen aus dem All messen wollen – also winzige Erschütterungen in der Raumzeit, die zum Beispiel entstehen, wenn zwei schwarze Löcher zusammenkrachen. Mit den Daten hoffen Wissenschaftler, mehr über den Ursprung des Universums zu erfahren.
Damit das Teleskop möglichst genaue Messungen liefert, braucht es einen möglichst ruhigen Standort. Genau das bietet die Lausitz: Die Region gilt als seismologisch besonders ruhig, also frei von Erschütterungen durch Erdbeben oder Verkehr. Daneben werden noch Sardinien und die Euregio Maas-Rhein im Dreiländereck von Deutschland, den Niederlanden und Belgien geprüft. Möglich ist sogar, dass am Ende zwei Standorte kombiniert werden.
