Die IHK Schleswig-Holstein will, dass Schleswig-Holstein und Hamburg zusammen mit Dänemark eine eigene Strompreiszone bekommen – das könnte den Strom billiger und stabiler machen.

Stell dir vor, du kaufst eine Pizza, und der Preis ist überall in Deutschland gleich – egal ob die Pizza im Norden oder im Süden gebacken wird. Genau so funktioniert heute der Strompreis in Deutschland: ein Preis für das ganze Land. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) aus Schleswig-Holstein findet: Das macht wenig Sinn. Ihr Vorschlag: Schleswig-Holstein und Hamburg sollen sich mit dem dänischen Festland (Jütland) zusammentun und eine eigene Strompreiszone bilden – die "Nordic Twin Sea Zone". Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern wären dabei erstmal nicht dabei.

Warum? Ganz einfach: Im Norden wird super viel Windstrom produziert – letztes Jahr kamen in Schleswig-Holstein 91,2 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen. Aber die Stromleitungen nach Süden reichen nicht aus, um all den Windstrom dorthin zu transportieren. Deshalb müssen Windräder manchmal abgeschaltet werden, obwohl genug Wind da wäre. Im Süden dagegen müssen dann teure Gas- und Kohlekraftwerke einspringen. Das kostet Milliarden – und die zahlen am Ende Verbraucher und Steuerzahler.