Der Springreiter Christian Kukuk hat beim großen Turnier in Riesenbeck den dritten Platz belegt und zwei fehlerfreie Runden geritten.

Stell dir vor, du trainierst monatelang für einen großen Wettkampf – und dann sagt dir der Cheftrainer, dass du nicht mitdarfst. Genau das ist Christian Kukuk vor ein paar Wochen passiert. Bundestrainer Otto Becker hat ihn nicht für das deutsche Team bei der Weltmeisterschaft in Aachen nominiert. Das hat Kukuk richtig geärgert. Er meinte, das Vertrauen zwischen ihm und dem Trainer sei kaputt. Dazu hat er in Riesenbeck auch öffentlich gesagt: „Ich stehe immer noch dazu, was ich gesagt habe“.

Doch Kukuk ist nicht einfach abgetaucht, sondern wieder aufs Pferd gestiegen. Beim Fünf-Sterne-Turnier in Riesenbeck – das ist die höchste Stufe im Springsport – ist er mit seinem Pferd Checker an den Start gegangen. Das Turnier ist Teil der Global Champions Tour, einer riesigen Turnierserie mit insgesamt 15 Stationen und viel Preisgeld. Riesenbeck war die neunte Station und gleichzeitig die einzige in Deutschland. Kukuk hat zwei Runden ohne einen einzigen Fehler absolviert. Das bedeutet: kein Stangenschaden, kein Abwurf, einfach sauber durch den Parcours.