Springreiter Christian Kukuk rückt als Reserve in das deutsche Team für die Heim-WM in Aachen nach, nachdem André Thieme auf einen Start verzichtet hat.
Kurz vor der Weltmeisterschaft im Springreiten in Aachen hat sich die deutsche Mannschaft noch einmal verändert. André Thieme, ein erfahrener Reiter, steigt nicht in den Sattel. Grund dafür ist seine Stute Chakaria: Am Wasserhindernis im Parcours war sie zuletzt im Nationenpreis von Falsterbo in Schweden unsicher. Thieme will das Risiko für sein Pferd und die Mannschaft nicht eingehen. "Im Interesse meines Pferdes und der Mannschaft habe ich entschieden, auf einen Start zu verzichten", sagte er.
Durch seinen Verzicht wurde ein Platz frei – und der ging an Christian Kukuk. Er ist kein Unbekannter, sondern Olympiasieger im Springreiten. Sein Pferd Checker ist ein Hengst, mit dem er in Paris die Goldmedaille gewonnen hat. Zunächst war Kukuk gar nicht für die WM eingeplant gewesen, was ihn sehr überrascht hat. Er sagte: "Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet." Jetzt fährt er als Reserve nach Aachen und reitet dort mindestens das erste Aufwärmspringen.
In die Vierer-Mannschaft rückt dafür Marcus Ehning mit seinem Pferd Coolio. Europameister Richard Vogel aus Viernheim führt das Team mit United Touch an, das zuletzt den Großen Preis von Aachen gewonnen hat. Daniel Deußer mit Otello und Sophie Hinners mit Singclair komplettieren die Equipe. Die WM startet im August, direkt vor heimischer Kulisse in Aachen. Für Kukuk und Checker geht es darum, fit zu bleiben – und vielleicht doch noch in einen Wertungsstart zu rücken.
