Kroatien hat ein neues Gesetz beschlossen, mit dem Städte den Verkauf von Alkohol stärker einschränken können – erste Orte wie Split machen das schon.
Was ist passiert? Das Parlament in Kroatien hat Ende Mai mit klarer Mehrheit ein neues Gesetz beschlossen. Damit dürfen Städte und Gemeinden selbst entscheiden, wo und wann sie Alkohol verkaufen lassen wollen. Ziel ist es, dass Anwohnerinnen und Anwohner besser vor Lärm, Müll und Trinkexzessen geschützt werden. In Split plant Bürgermeister Tomislav Suta deshalb ein Verkaufsverbot von 21 Uhr abends bis 6 Uhr morgens. Auch auf der Insel Hvar und in der Stadt Zadar gibt es ähnliche Pläne, in Zagreb wird noch geprüft. Bars und Restaurants dürfen aber weiterhin Getränke ausschenken – das Glas Wein zum Essen bleibt also erlaubt.
Wer hilft? Kroatiens Tourismusminister Tonci Glavina sagt, das Gesetz solle das Leben der Menschen vor Ort verbessern. Viele Anwohnende fühlen sich im Sommer vom Partytourismus gestört. Mit den neuen Regeln bekommen die Städte Werkzeuge, um Ruhezonen, Strände und Wohnviertel zu schützen. Auch die Polizei und die Kommunen können besser eingreifen, wenn es zu laut oder zu wild wird. So soll der Tourismus fair bleiben – für Urlauber und für die Menschen, die dort leben.
