In Brandenburg sollen mehrere Abteilungen in Krankenhäusern geschlossen werden – der zuständige Minister hält weitere Schritte für möglich.

In Brandenburg schließen gerade mehrere Krankenhäuser einzelne Abteilungen. Betroffen sind zum Beispiel die Geburtshilfe und die Neurologie in Potsdam sowie die Kinder- und Jugendmedizin in Ludwigsfelde-Teltow. Das Klinikum Ernst von Bergmann will ab August keine orthopädischen und gefäßchirurgischen Behandlungen mehr anbieten. Grund ist die Krankenhausreform, die Kosten senken und die Qualität der Versorgung verbessern soll. Viele Menschen fragen sich, ob sie in Zukunft schnell genug ein Krankenhaus erreichen, wenn sie Hilfe brauchen.

Gesundheitsminister René Wilke sagt, er finde die Schließungen in der Sache richtig, auch wenn sie für viele Betroffene wehtun. Er betont, dass die Grund- und Notfallversorgung im Land weiter gut erreichbar bleiben soll. Sein Ministerium sei in die Planungen frühzeitig eingebunden und kümmere sich darum, dass es Alternativen für die Patienten gibt. Außerdem kritisiert er, dass der Bund die Länder bei seinen Sparplänen nicht richtig mitnehme.