In Potsdam wollen am Freitag viele Menschen auf die Straße gehen, weil mehrere Teile von Krankenhäusern dichtmachen – und weil ein neues Sparpaket das Gesundheitssystem verändern soll.
Was ist passiert? In den beiden großen Krankenhäusern in Potsdam – dem Klinikum Ernst von Bergmann und dem St. Josefs-Krankenhaus – sollen ab dem 1. August mehrere Abteilungen schließen. Im St. Josefs-Krankenhaus ist die Geburtsstation sogar schon jetzt zu, weil Personal fehlt. Das bedeutet: Schwangere, die bald entbinden wollten, müssen sich kurzfristig eine andere Klinik suchen. Grundlage ist ein Sparpaket, das Bundestag und Bundesrat am 10. Juli beschlossen haben und das unter anderem bei Arztpraxen, Kliniken, Apotheken und der Pharmaindustrie Milliarden kürzen will. Versicherte sollen außerdem mehr zuzahlen.
Wer hilft? Viele haben sich zusammengetan, um etwas dagegen zu tun: Die Linke, die Grünen in Potsdam, die Gewerkschaft Verdi und Verbände von Psychotherapeuten rufen gemeinsam zu einer Demonstration auf. Sie treffen sich am Freitag um 17:00 Uhr am Bassinplatz in Potsdam. So können Beschäftigte, Patientinnen und Patienten und alle, die sich Sorgen machen, ihre Stimme zeigen und Aufmerksamkeit erzeugen.
