Heute wählen rund 41 Millionen Menschen in Kolumbien einen neuen Präsidenten – mitten in einer der schlimmsten Gewaltwellen seit Jahren.
Was ist passiert? In Kolumbien findet heute die Präsidentschaftswahl statt. Der bisherige Präsident Gustavo Petro darf laut Verfassung nicht noch einmal antreten. 14 Kandidatinnen und Kandidaten wollen sein Amt übernehmen, drei von ihnen haben laut Umfragen die besten Chancen. Der Wahlkampf wurde von heftiger Gewalt überschattet: Bewaffnete Gruppen verübten Anschläge, bei denen Menschen starben oder verletzt wurden. Viele Gemeinden sind von illegalen Netzwerken bedroht, und über 235.000 Menschen mussten im vergangenen Jahr ihre Häuser verlassen.
Wer hilft? Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz dokumentiert die humanitäre Lage und leistet Hilfe für Vertriebene. Organisationen wie die Konrad-Adenauer-Stiftung beobachten die Sicherheitslage genau und informieren die Öffentlichkeit. Die Wahl selbst ist ein demokratischer Weg, um die Zukunft des Landes zu gestalten – trotz aller Schwierigkeiten. Viele Menschen in Kolumbien setzen sich friedlich für Veränderungen ein, indem sie wählen gehen oder sich in Gemeinden engagieren.
