Am Sonntag haben Millionen Menschen in Kolumbien einen neuen Präsidenten gewählt, während das Land unter einer Welle der Gewalt leidet.
In Kolumbien fand die erste Runde der Präsidentenwahl statt. Das Land leidet seit Jahrzehnten unter Kämpfen zwischen Armee, Guerillagruppen, Paramilitärs und Drogenkartellen. Während des Wahlkampfs gab es mehrere Angriffe, bei denen Menschen getötet oder verletzt wurden. Sogar ein Senator wurde im vergangenen Jahr bei einer Veranstaltung erschossen. Viele Menschen haben Angst, zur Wahl zu gehen.
Trotz der schwierigen Lage gibt es Menschen und Organisationen, die helfen. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz dokumentiert die humanitäre Lage und unterstützt die vielen Vertriebenen – allein im letzten Jahr mussten über 235.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Internationale Beobachter achten darauf, dass die Wahl fair abläuft. Die verbliebenen Kandidaten – der linke Senator Iván Cepeda und der rechte Anwalt Abelardo de la Espriella – haben beide versprochen, sich für Frieden einzusetzen, auch wenn sie unterschiedliche Wege vorschlagen.
