An diesem Sonntag wählen die Menschen in Kolumbien einen neuen Präsidenten, während das Land von einer heftigen Welle der Gewalt erschüttert wird.

Was ist passiert? In Kolumbien finden Präsidentschaftswahlen statt. Rund 41 Millionen Menschen sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Doch die Zeit vor der Wahl war sehr unruhig: Bewaffnete Gruppen haben in vielen Regionen an Macht gewonnen. Es gab Angriffe, bei denen Zivilisten, Soldaten und Polizisten getötet oder verletzt wurden. Sogar ein Senator wurde im vergangenen Jahr bei einer Wahlkampfveranstaltung erschossen. Viele Menschen im Land haben Angst, und über 235.000 mussten im letzten Jahr vor der Gewalt fliehen.

Wer hilft? Trotz der schwierigen Lage gibt es viele, die sich für Sicherheit und einen friedlichen Ablauf einsetzen. Die Polizei und das Militär sind im Einsatz, um die Wahllokale zu schützen. Internationale Organisationen wie das Rote Kreuz dokumentieren die humanitäre Lage und leisten Hilfe für Vertriebene. Die demokratischen Institutionen Kolumbiens halten an der Wahl fest, und die Menschen können ihre Stimme abgeben, um über die Zukunft mitzuentscheiden. Auch die drei aussichtsreichsten Kandidaten – Iván Cepeda, Paloma Valencia und Abelardo de la Espriella – stellen ihre Ideen zur Debatte, wie das Land sicherer werden kann.