Am Sonntag wählen die Menschen in Kolumbien einen neuen Präsidenten, während gleichzeitig bewaffnete Gruppen im Land für grosse Unsicherheit sorgen.

Was ist passiert? In Kolumbien findet die Präsidentschaftswahl statt. Eigentlich ein Grund zur Freude, aber die Stimmung ist angespannt. In den letzten Monaten gab es viele Angriffe, bei denen Zivilisten, Soldaten und Polizisten getötet oder verletzt wurden. Sogar ein Senator wurde im vergangenen Jahr bei einer Wahlkampfveranstaltung erschossen. Expertinnen sagen, dass zwei Drittel aller Gemeinden von illegalen Gruppen bedroht werden. Über 235.000 Menschen mussten im letzten Jahr ihr Zuhause verlassen.

Wer hilft? Trotz der Gewalt halten viele Menschen an der Wahl fest. Wahlhelferinnen und Sicherheitskräfte arbeiten zusammen, damit die Abstimmung möglichst sicher abläuft. Internationale Organisationen wie das Rote Kreuz sind vor Ort und kümmern sich um die vielen Vertriebenen. Auch die Kandidierenden selbst versuchen, mit ihren unterschiedlichen Ideen einen Weg aus der Krise zu finden – manche setzen auf mehr Sicherheit, andere auf soziale Reformen.

Was kannst du tun? Auch wenn du weit weg bist, kannst du dich informieren. Lies nach, was in Kolumbien passiert, und sprich mit anderen darüber. Demokratie ist nicht selbstverständlich – zu sehen, wie Menschen trotz Angst wählen gehen, kann dir zeigen, wie wertvoll deine eigene Stimme ist. Wenn du helfen willst, kannst du dich über Hilfsorganisationen informieren, die in Kolumbien aktiv sind.

Warum ist das für dich wichtig?