Am Sonntag wählen rund 41 Millionen Menschen in Kolumbien, wer das Land künftig regieren soll – doch der Wahlkampf war von schlimmer Gewalt überschattet.
Was ist passiert? In Kolumbien finden Präsidentschaftswahlen statt. 14 Kandidatinnen und Kandidaten treten an, um Nachfolger von Gustavo Petro zu werden. Der Wahlkampf war jedoch von heftiger Gewalt geprägt. Bewaffnete Gruppen haben in vielen Regionen an Macht gewonnen. Eine Expertin der Konrad-Adenauer-Stiftung sagt, dass 67 Prozent aller Gemeinden von illegalen Netzwerken betroffen sind. Bei Angriffen wurden Zivilisten, Soldaten und Polizisten getötet oder verletzt. Sogar ein Senator, Miguel Uribe Turbay, wurde im vergangenen Jahr bei einer Wahlkampfveranstaltung erschossen. Mehr als 235.000 Menschen mussten im letzten Jahr wegen der Kämpfe ihr Zuhause verlassen.
Wer hilft? Trotz der schwierigen Lage gibt es Menschen und Organisationen, die sich für Sicherheit und Frieden einsetzen. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz dokumentiert die humanitäre Not und leistet Hilfe für Vertriebene. Die Wahl selbst ist ein wichtiger demokratischer Akt: Millionen Kolumbianerinnen und Kolumbianer können mit ihrer Stimme über die Zukunft des Landes mitentscheiden. Die drei aussichtsreichsten Kandidaten – Iván Cepeda, Paloma Valencia und Abelardo de la Espriella – haben unterschiedliche Ideen, wie sie die Gewalt eindämmen und das Land wieder sicherer machen wollen.
