Bei der Präsidentschaftswahl in Kolumbien hat der Rechtsaußen-Politiker Abelardo de la Espriella die erste Runde gewonnen und tritt jetzt in einer Stichwahl gegen den linken Senator Iván Cepeda an.

Was ist passiert? Am Sonntag haben die Menschen in Kolumbien einen neuen Präsidenten oder eine neue Präsidentin gewählt – aber noch nicht endgültig. Der Kandidat Abelardo de la Espriella bekam mit 43,7 Prozent die meisten Stimmen. Das ist eine große Überraschung, denn in Umfragen hatte vorher Iván Cepeda vorne gelegen. Weil niemand mehr als die Hälfte der Stimmen holte, gibt es am 21. Juni eine Stichwahl zwischen den beiden.

Die Wahl fand in einer sehr schwierigen Zeit statt. In Kolumbien gibt es seit Jahrzehnten Kämpfe zwischen Armee, Guerilla-Gruppen, Paramilitärs und Drogenkartellen. In den letzten Jahren ist die Gewalt wieder schlimmer geworden. Viele Menschen mussten ihre Häuser verlassen, und sogar ein Politiker wurde während des Wahlkampfs erschossen. Das macht vielen Menschen Angst.