In Kolumbien hat am Sonntag die erste Runde der Präsidentschaftswahl stattgefunden, und der Ausgang ist knapp, überraschend und ziemlich aufgeladen.
Was ist passiert? Bei der Wahl in Kolumbien hat keiner der Kandidaten genug Stimmen bekommen, um direkt Präsident zu werden. Vorne liegt Abelardo de la Espriella, ein Anwalt, der mit harter Hand gegen kriminelle Banden vorgehen will. Knapp dahinter kommt Iván Cepeda, ein Senator, der auf Friedensgespräche mit bewaffneten Gruppen setzt. Weil keiner mehr als die Hälfte der Stimmen hat, gibt es am 21. Juni eine Stichwahl zwischen den beiden. Der bisherige Präsident Gustavo Petro darf nicht mehr antreten und hat das vorläufige Ergebnis angezweifelt – er spricht von möglichen Fehlern bei der Auszählung.
Wer hilft? Die Wahlbehörde in Kolumbien zählt die Stimmen weiter aus und Richter können das Endergebnis überprüfen. Internationale Organisationen wie das Rote Kreuz dokumentieren die Gewalt im Land und helfen den vielen Menschen, die wegen der Konflikte ihr Zuhause verlassen mussten. Auch Politikerinnen wie Paloma Valencia, die selbst kandidiert hat, rufen dazu auf, den demokratischen Prozess zu respektieren und sich hinter einem Kandidaten zu versammeln. Die Stichwahl gibt den Menschen eine zweite Chance, sich zu entscheiden.
