Ab Juli will der Kölner Dom Eintritt von Besucherinnen und Besuchern verlangen. Aber nicht alle müssen zahlen.

Der Kölner Dom ist riesig und weltberühmt. Er steht seit 1996 auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. Bisher konnte man einfach hineingehen. Das soll sich ändern.

Ab Juli will das Domkapitel – das ist das Leitungsgremium des Doms – eine Gebühr verlangen. Wie viel genau, wird am Dienstag um 11 Uhr verraten. Es gibt aber Ausnahmen: Wer beten will, muss nichts zahlen. Und wer im Zentral-Dombau-Verein ist und den Dom mit seinem Beitrag unterstützt, darf weiterhin umsonst rein.

Einige Prominente aus Köln sind gegen den Eintritt. Hape Kerkeling, Autor des Bestsellers „Ich bin dann mal weg", sagt: „Unmöglich! Das geht nicht." Auch Karl Lauterbach, SPD-Politiker aus Köln, findet den Eintritt falsch. Die Kirche solle vor allem Armen offenstehen.

Andere sehen es lockerer. Der Maler Gerhard Richter, der 2007 eines der Domfenster gestaltet hat, findet den Eintritt okay. Er verweist auf den Mailänder Dom, der auch Eintritt kostet. Die Sängerin Carolin Kebekus war zuerst dagegen („Was? Nein! Das geht nicht!"), hält es aber bei den hohen Reparaturkosten für verständlich.