Der ehemalige Bürgermeister von Deutschkreutz will bei der nächsten Wahl erneut antreten – trotz einer Verurteilung wegen Amtsmissbrauchs.
Manfred Kölly war lange Bürgermeister der burgenländischen Gemeinde Deutschkreutz. Jetzt hat er angekündigt, dass er bei der nächsten Bürgermeisterwahl wieder antreten will. Er sagt, er sieht noch ungenutztes Potenzial in der Gemeinde und will sie "voranbringen und nicht nur verwalten".
Im Dezember 2020 wurde Kölly wegen Amtsmissbrauchs verurteilt. Er soll bei der Kommunalwahl 2017 mehrere Wahlkarten-Stimmzettel selbst ausgefüllt haben. Die Wahl wurde damals aufgehoben und 2018 wiederholt – Kölly wurde trotzdem erneut gewählt. Das Oberlandesgericht Wien bestätigte später eine bedingte Haftstrafe von 17 Monaten, und die Geldstrafe wurde von 27.000 auf 21.000 Euro reduziert. Nach der Verurteilung zog sich Kölly im September 2021 aus der Politik zurück. Seitdem führt SPÖ-Vizebürgermeister Jürgen Hofer die Amtsgeschäfte in der Gemeinde.
