Der Discounter Kodi, bei dem viele von euch vielleicht Haushaltswaren oder Drogerieartikel kaufen, hat zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren Insolvenz angemeldet.
Was ist passiert? Das Unternehmen Kodi, das vor allem Haushaltswaren und Drogerieartikel verkauft, hat beim Gericht einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Das bedeutet: Das Unternehmen gibt an, dass es seine Schulden nicht mehr allein bezahlen kann und sich mit Hilfe eines gerichtlichen Verfahrens neu aufstellen will. Nach Angaben der Geschäftsführung werden wohl rund 50 der 150 Filialen schließen müssen – also etwa jede dritte. Insgesamt arbeiten bei Kodi ungefähr 1.200 Menschen. Bereits 2024 hatte Kodi ein ähnliches Verfahren durchgemacht und damals über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen.
Wer hilft? Zum einen hat das Gericht einen erfahrenen Anwalt zum sogenannten Sachwalter bestimmt. Er kontrolliert, dass das Unternehmen fair mit seinen Gläubigern umgeht. Zum anderen greift das sogenannte Insolvenzgeld: Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten für die Monate Juli, August und September sind dadurch abgesichert. Sie werden über die Bundesagentur für Arbeit ausgezahlt, falls Kodi selbst nicht zahlen kann. Das ist ein Schutz, den es in Deutschland für solche Fälle gibt.
