Der Discounter Kodi hat zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre Insolvenz angemeldet. Dadurch könnten viele Filialen schließen und Jobs verloren gehen.

Was ist passiert? Der Laden Kodi, den viele von euch aus der Innenstadt kennen, hat erneut Insolvenz angemeldet. Das bedeutet: Das Unternehmen kann seine Rechnungen gerade nicht mehr bezahlen und braucht Hilfe vom Gericht. Vor allem im bevölkerungsreichen Bundesland Nordrhein-Westfalen sollen laut den Plänen rund 50 von noch 150 Filialen dichtmachen. Kodi verkauft vor allem Dinge des täglichen Bedarfs - also keine Lebensmittel, sondern Haushaltswaren, Drogerieartikel und Elektronik-Zubehör - und wurde Anfang der 1980er Jahre gegründet.

Wer hilft? In solchen Verfahren übernimmt ein vom Gericht eingesetzter Experte, der Insolvenzverwalter, die Kontrolle. Er prüft, ob sich die Firma retten lässt, zum Beispiel mit neuen Geldgebern oder einem Käufer. Auch die Betriebsräte und die Gewerkschaft verhandeln mit dem Unternehmen, damit es für die betroffenen Beschäftigten eine Abfindung, einen Sozialplan und vielleicht eine Transfergesellschaft gibt - das ist ein Programm, das Beschäftigte bei der Suche nach einem neuen Job unterstützt. Geschäftsführer Fabian Grund hat sich bei den Mitarbeitern entschuldigt.

Was kannst du tun? Wenn du selbst in einer Kodi-Filiale jobbst oder jemanden aus deiner Familie oder deinem Freundeskreis kennst, der dort arbeitet: Achtet auf offizielle Infos vom Betriebsrat und von der Gewerkschaft. Wer ältere Verwandte hat, die dort günstig einkaufen, sollte sich nach alternativen Läden in der Nähe umschauen. Die Schließungen sind noch nicht endgültig - was am Ende wirklich passiert, entscheidet sich in den kommenden Wochen.