Jürgen Klopp soll die deutsche Fußball-Nationalmannschaft trainieren, doch vorher muss sein Vertrag beim Getränke-Konzern Red Bull gelöst werden.
Stell dir vor, dein Lieblingsverein will dich als Trainer – aber du hast noch einen Job bei einem anderen Verein. Genau das passiert gerade bei Jürgen Klopp. Er hat seit Anfang 2025 den Job als „Head of Global Soccer“ bei Red Bull, also den Chefposten im Fußball-Bereich des Konzerns. Sein Vertrag dort läuft bis 2029. Damit er Bundestrainer werden kann, muss dieser Vertrag aufgelöst werden.
Der DFB, also der Deutsche Fußball-Bund, möchte Klopp als neuen Chef der Nationalmannschaft verpflichten. DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Hans-Joachim Watzke, der Chef der Fußball-Liga, haben sich schon in New York mit Klopp getroffen und sich grundsätzlich geeinigt. Jetzt geht es darum, die letzten Details zu klären.
Für den Konzern Red Bull ist das ein großer Verlust, denn Mintzlaff hatte Klopp vor rund 18 Monaten persönlich als „sicherlich stärkste Verpflichtung in der Fußball-Historie von Red Bull“ gefeiert. Für den DFB ist es dagegen ein Glücksfall: Klopp gilt als einer der beliebtesten und erfolgreichsten deutschen Trainer der letzten Jahre.
Eine zeitlang war sogar im Gespräch, dass Klopp sowohl Bundestrainer bleibt als auch Werbegesicht für Red Bull. Dagegen haben sich aber viele Fußball-Fans, Fan-Allianzen und die Chefs der regionalen Fußball-Verbände gewehrt. Der Präsident des Fußball-Verbands Schleswig-Holstein, Uwe Döring, sagte sogar, dass ihn die Trainer-Gehälter ohne Leistung „nur noch abstoßen“.
