Lena Schilling, österreichische EU-Abgeordnete der Grünen, erklärt, warum das EU-System für CO2-Verschmutzungsrechte wichtig bleibt und was eine Reform bringen soll.

Der ETS ist das große Klimaschutz-Werkzeug der EU: Firmen müssen für jede Tonne CO2, die sie ausstoßen, ein Zertifikat kaufen. Teure Zertifikate machen Verschmutzung teuer und klimafreundliche Technik attraktiver. Seit 2005 laufen die Verschmutzungsrechte unter dem ETS, und laut EU-Kommission wurden die Emissionen in den erfassten Branchen seitdem um 50 Prozent gesenkt.

Lena Schilling, Klimaaktivistin und EU-Abgeordnete der Grünen, sorgt sich, dass die EU dieses Werkzeug verwässern könnte. Ihre Sorge: Wenn weniger Zertifikate verkauft werden, fehlt Geld für Klimaschutz und für die Modernisierung der Industrie. Sie sagt, das zahle sich doppelt aus, „heute im Budget, morgen in der Klimakrise“. Gleichzeitig drängen Branchen wie die Stahlindustrie auf klare Regeln, damit sie planen können.