Mehr als zwei Wochen lang haben Klimaaktivistinnen und -aktivisten im Lippepark in Hamm gegen den Ausbau von Gaskraftwerken protestiert. Jetzt zieht die Polizei Bilanz.

Das Klimacamp fand im Lippepark in Hamm statt und dauerte fast zwei Wochen. Mehrere Gruppen hatten es angemeldet, auch Greta Thunberg war am Ende der vergangenen Woche dort. Der Protest richtete sich gegen den Ausbau von Gaskraftwerken. Die meisten Teilnehmenden blieben nach Angaben der Polizei in Dortmund friedlich. Trotzdem mussten viele Einsatzkräfte anrücken: Am Freitag waren 2.200 Polizistinnen und Polizisten im Dienst, am Samstag 2.100. Es kam zu 162 Ingewahrsamnahmen, 280 Platzverweisen und 18 Strafanzeigen, etwa weil Pyrotechnik benutzt oder Polizeisperren durchbrochen wurden.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) bedankte sich bei allen, die friedlich geblieben sind. Er sagte: „Klimaschutz braucht Engagement, keine Eskalation.“ Gleichzeitig kritisierte er, dass manche Teilnehmenden die Kontrolle verloren hätten. Friedlicher Protest stehe unter dem Schutz der Polizei, wer aber Straßen blockiere oder Gewalt anwende, überschreite eine Grenze. Gegen sie werde weiter ermittelt.