Forschende haben auf der UN-Klimakonferenz in Bonn gezeigt, dass sich die Klimaerwärmung weiter beschleunigt – gleichzeitig gibt es aber Beispiele, dass politisches Handeln möglich ist.
Was ist passiert? Über 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben den neuen IGCC-Klimareport vorgestellt. Eine zentrale Zahl: Die Tage mit extrem heißem Meerwasser haben sich seit den frühen 1990er-Jahren mehr als verdreifacht. Auch der Meeresspiegel steigt schneller als noch vor wenigen Jahren. Die Ursache ist klar: Wir verbrennen weiterhin große Mengen an Öl, Gas und Kohle. Die globale CO2-Konzentration lag 2025 bei 425,6 ppm – so viel wie nie zuvor. Die Erwärmung schreitet also weiter voran, weil die Treibhausgase in der Atmosphäre nicht sinken.
Wer hilft? Es gibt politische Beispiele, die zeigen, dass Veränderung möglich ist. Die Klimaforscherin Sonia Seneviratne von der ETH Zürich nennt das Importverbot für Verbrennerautos in Äthiopien. Das Land hat sich damit gegen neue Autos mit Benzin- oder Dieselmotor entschieden, um die Luft und das Klima zu schützen. Seneviratne sagt: Wenn Äthiopien das schafft, könnten viele europäische Länder das auch schaffen. Auf der Konferenz in Bonn versuchen zudem Regierungen, neue Vereinbarungen für mehr Klimaschutz auszuhandeln. Auch Forscherinnen und Forscher arbeiten daran, bessere Daten zu liefern, damit Entscheidungen auf soliden Fakten beruhen.
