Eine Kinderklinik bei Berlin macht bald dicht, und viele Eltern fragen sich, wohin sie mit ihren Kindern im Notfall sollen.
Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Evangelischen Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow soll Ende Juli 2026 schließen. Das hat der Betreiber, das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin, entschieden. Als Grund nennt er die bundesweite Krankenhausreform. Diese Reform soll Kliniken stärker auf bestimmte Fachgebiete konzentrieren. Die Kinderklinik war laut Betreiber zuletzt kaum ausgelastet, nur drei Betten waren belegt. Am Standort sollen dafür Orthopädie, Innere Medizin und Geriatrie für ältere Menschen ausgebaut werden.
Viele Eltern machen sich Sorgen. Eine Mutter hat eine Petition gegen die Schließung gestartet. Mehr als 6.000 Menschen haben unterschrieben. Auch im Brandenburger Landtag wurde darüber gesprochen. Andreas Kutsche von der BSW-Fraktion sagte dort: "Eltern müssen wissen, wo ihre Kinder im Notfall schnell und kompetent behandelt werden." Er kritisiert, dass kurz vor der Schließung noch unklar ist, wie die Notfälle künftig versorgt werden. Gesundheitsminister René Wilke (SPD) sagt dazu: "Die Versorgung in der Region ist sehr, sehr gut gesichert." Es werde gerade ein Konzept zusammen mit dem Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam erarbeitet.
