In Österreichs Wäldern horchen winzige Mikrofone und eine KI nach seltenen Vögeln.

Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) betreiben in den Nationalparks Donau-Auen und Kalkalpen sowie im Schlosspark Eckartsau ein besonderes Projekt: Dort sind kleine Audiorekorder in Bäumen und auf Wiesen montiert. Diese Geräte nehmen über viele Wochen Geräusche aus der Natur auf. Im Schlosspark Eckartsau läuft das Ganze schon seit Mai 2024 als Dauermonitoring.

Seltene Vögel wie die Zwergohreule, der Wachtelkönig oder das Auerhuhn sieht man fast nie. Deshalb werden sie anhand ihrer Rufe erfasst. Eine KI-Software sortiert die Tierlaute vom Rest des Waldes – etwa Wind oder Regen – und Expertinnen und Experten prüfen anschließend, welche Art tatsächlich zu hören war. Im Nationalpark Kalkalpen haben 20 Rekorder über 200.000 Minuten Tonmaterial geliefert.