Der Rapper Kanye West hat in der Vergangenheit judenfeindliche Sachen gesagt und wird dafür von vielen kritisiert, aber die Niederlande lassen ihn trotzdem Konzerte geben.

Kanye West, der sich jetzt Ye nennt, will Anfang Juni in der niederländischen Stadt Arnheim auftreten. Er hat früher mehrfach antisemitische Aussagen gemacht, also Dinge gesagt, die jüdische Menschen beleidigen und herabwürdigen. Zum Beispiel hat er ein Lied mit dem Titel "Heil Hitler" veröffentlicht und T-Shirts mit Hakenkreuzen verkauft. Viele Leute finden das unerträglich und wollen nicht, dass er eine Bühne bekommt.

Die niederländische Regierung und das Parlament haben sich die Sache genau angesehen. Der zuständige Minister hat erklärt, dass es kein Gesetz gibt, mit dem man jemandem die Einreise verbieten kann, nur weil er früher schlimme Dinge gesagt hat. Die Stadt Arnheim prüft außerdem, ob es eine Gefahr für die Sicherheit gibt – wenn das so wäre, könnten sie die Konzerte noch absagen. Jüdische Organisationen wie das CIDI machen deutlich, dass sie die Entscheidung falsch finden, und fordern eine klare Haltung gegen Hass.